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    September 29

    Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr.9 D-Dur Op.125 "Choral"

    O Freunde, nicht dieser Töne!
    Sondern laßt uns angenehmere anstimmen und freudenvollere!
     
    Friedrich Schiller (1759-1805): An die Freude (1785)
     
    Strophe 1:
    Freude, schöner Götterfunken,
    Tochter aus Elysium,
    Wir betreten feuertrunken,
    Himmlische, dein Heiligtum.
    Deine Zauber binden wieder,
    Was die Mode streng geteilt;
    Alle Menschen werden Brüder,
    Wo dein sanfter Flügel weilt.

    Strophe 2:
    Wem der große Wurf gelungen,
    Eines Freundes Freund zu sein,
    Wer ein holdes Weib errungen,
    Mische seinen Jubel ein!
    Ja - wer auch nur eine Seele
    Sein nennt auf dem Erdenrund!
    Und wer's nie gekonnt, der stehle
    Weinend sich aus diesem Bund.

    Strophe 3:
    Freude trinken alle Wesen
    An den Brüsten der Natur,
    Alle Guten, alle Bösen
    Folgen ihrer Rosenspur.
    Küsse gab sie uns und Reben,
    Einen Freund, geprüft im Tod;
    Wollust ward dem Wurm gegeben,
    Und der Cherub steht vor Gott.

    Chor 4:
    Froh, wie seine Sonnen fliegen
    Durch des Himmels prächt'gen Plan,
    Laufet , Brüder, eure Bahn,
    Freudig, wie ein Held zum Siegen.

    Chor 1:
    Seid umschlungen, Millionen!
    Diesen Kuß der ganzen Welt!
    Brüder - überm Sternenzelt
    Muß ein lieber Vater wohnen.

    Chor 3:
    Ihr stürzt nieder, Millionen?
    Ahnest du den Schöpfer, Welt?
    Such' ihn überm Sternenzelt,
    Über Sternen muß er
    wohnen.